Wer war Lilo?
Lieselotte „Lilo“ Gollowitsch
(1925–1942)
Am 21. November 1925 wurde Lieselotte („Lilo“) Gollowitsch in Leutkirch geboren. Sie lebte mit ihrer Familie in der Karlstraße 12, neben dem heutigen Georg-Schneider-Haus. Im Jahr 1942 wurde sie von dort abgeholt und nach Auschwitz deportiert. Noch im selben Jahr wurde die 16-Jährige ermordet.
Lilo war die jüngste Tochter einer angesehenen Leutkircher Kaufmannsfamilie, die im Stadtzentrum ein bekanntes Textil- und Bekleidungsgeschäft betrieb. Aufgrund ihres jüdischen Glaubens wurde die Familie entrechtet, deportiert und ermordet.
Die Familie Gollowitsch steht stellvertretend für alle Menschen, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Leutkirch wurden. Dazu zählen unter anderem die Geschwister Hassler, die im Rahmen der sogenannten „Euthanasie“ ermordet wurden, Leutkircher Bürger, die beim Abbau von Panzersperren gegen Kriegsende erschossen wurden, sowie Soldaten, die in der Nähe von Leutkirch in den letzten Kriegstagen standrechtlich hingerichtet wurden. Darüber hinaus muss es angenommen werden, dass es weitere Opfer gab, die inzwischen schon in Vergessenheit geraten sind.
Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an diese Menschen wachzuhalten. Sie engagiert sich zugleich für die Aufdeckung und Recherche bisher noch unbekannter Schicksale.
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